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risiko!

Damit die Namensgebung endlich gerechtfertigt ist hier ein Ausschnitt aus besagtem Buch, warum es genau der ist kann ich nicht sagen, zumindest hab ich ihn vor ca. 5 Wochen mit Bleistift umrahmt:

"Was, wenn wir alle frei wären? Was denn, na, was denn? Leute, ihr seid die beute, die gefangenen Esel unter der Knute eines unsichtbaren Herrschergeschlechtes. Macht euch frei wie der Rabe ohne Federn, schmeißt euch überall einfach auf den Boden und schlaft mal aus. Es ist euer Recht rumzupennen."

Oder:

"Es gibt so viele Erfahrungen, die noch nicht benannt sind, so viele Gefühle, die keinen angemessenen Ausdruck finden. Um nur ein Beispiel zu geben: Jeder kennt dieses Gefühl, wenn man sich den Kopf an einem harten Gegenstand stößt, es tut grausam weh, und dann kommt jemand, haut einem auf die Schulter und fragt, ob es schlimm sei. Dem möchte man doch am liebsten eine donnern, oder? Da kann man in dem Moment überhaupt nicht drauf. Aber jenes Gefühl, das man dann gerade empfindet und das man wohl am ehesten mit Aggression oder Hass bezeichnen könnte, bräuchte einen differenzierteren Namen, denn es dreht sich ja de facto nicht um normalen, angebrachten Hass, sondern um quasi fehlgeleiteten Hass, der eigentlich etwas anderes treffen sollte, nämlich den Gegenstand, an dem man sich verletzt hat. In diesem Fall würde ich dann ein neues Wort vorschlagen, das genauer und schneller ist, wie zum Beispiel 'Umleitungshass'. Jemanden nach einem wie oben beschriebenen Hilfsangebot zu sagen: 'ich hasse dich!', könnte Verhängnisvolles nach sich ziehen, dagegen klingt der Satz 'Ich habe Umleitungshass auf dich!' stark entschärft und verweist auf das eigentliche Objekt des Hasses."



"So begann ich, über Überflüssigkeiten nachzudenken, und fertigte eine Liste an: Katzenbleiche,Autoreifen mit bunten Entenbildchen drauf, ein Messer, das gleichzeitig Gabel und Löffel und Taschenlampe ist, Glühbirnen in Original-Essbirnenform, Klopapier, das 'Ich komme, Götz von Berlichingen' sagt, ein Hosenschlitz mit eingebauten Licht, eine Jeans mit einer Hinternlasche für das große Geschäft - aber ohne Reißverschluss, ein Autobeifahrersitz mit eingebautem Klo, Schuhe mit einer Fadenabrollvorrichtung - so, dass man seinen Weg zurückverfolgen könnte, Schallplattencover, die von innen mit Filz belegt sind - so, dass die Platten immer sauber bleiben, eine Pfeife mit integriertem feuerzeug, eine Nasenklammer mit Dufttülle für leute, die stinkige Arbeit verrichten müssen, Scheibenabdunkler aus dünnem netzartigem Stoff in Form eines süßen Pandabärengesichtes, den man mit einem Saugnapf auf jede Glasfläche hätte anbringen können - diese Idee trich ich gleich wieder, weil sie wirklich zu abseitig war, nur ausgemachte Idioten hätten so einen Quatsch gekauft."


Falls das jemanden interessiert, Götz von Berlichingen war ein fränkischer Reichsritter und gleichzeitig das Vorbild für Goethes gleichnamiges Schauspiel. Weierhin soll er der Begründer/Erfinder des wohl niemandem unter diesem Namen bekannten Götz-Zitates sein, das lautet:  „Er aber, sag's ihm, er kann mich im Arsche lecken!“.

Diese Aussage dient dann - wie man leicht auf wikipedia nachlesen kann - folgendem:

  • um an ein Gespräch anzuknüpfen
  • um eine ins Stocken geratene Unterhaltung wieder in Fluss zu bringen
  • um einem Gespräch eine neue Wendung zu geben
  • um ein Gespräch endgültig abzubrechen
  • „um eine Überraschung zu vermelden“
  • „um der Freude über ein unvermutetes Wiedersehen zweier Schwaben [...] Ausdruck zu geben“
  • „um eine als Zumutung empfundene Bitte zurückzuweisen“
Wissen, für das wir dankbar sein sollten.

14.1.09 18:11

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


wombat / Website (15.1.09 21:16)
hört sich auch sehr gut an, heißer anwärter auf meine nächste buch-anschaffnung^^!

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